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Mineral des Jahres 2018: Magnetit

Durch den deutschen Dachverband Geologie/Mineralogie wurde für 2018 das Mineral Magnetit festgelegt, ein Eisenoxyd mit magnetischer Eigenschaft, gebildet durch vulkanische Aktivität in der Erde. Schon die Griechen und Römer, aber auch die Chinesen, kannten graue bis schwarze Steine, die in Ablagerungen gefunden wurden, zur Eisengewinnung und zur Verwendung des Magnetismus. Magnetit ist nach Hämatit das wichtigste Eisenerz und damit ein begehrter Rohstoff. Große Lagerstätten sind in Kiruna (Schweden), Pilbara (Australien), Kovdor (Russland), Balmat (USA), Krivoj Rog (Ukraine) oder am Vulkan Le Laco (Nordchile) sowie weitere Abbaue in der ganzen Welt..

Auch in den schwarzen Sanden Fuerteventuras, bei Pampas (Peru), den Sunda-Inseln (Indonesien) oder in Island, basieren auf Magnetit. Kristalle kommen an vielen Orten der Erde in Oktaederform vor, oft in Vergesellschaftung mit anderen Minralien, wie Pyrit. Die schönsten Magnetit-Kristalle konnten in Bolivien geborgen werden. Für Tiere, z.B. Zugvögel mit Einlagerungen von Magnetitpartikel im Schnabel, ist das der Komopass für die weiten Flüge.

In der Oberlausitz wurde im Mittelalter das Eisen im Sandstein genutzt, zu „Mehl“ zerkleinert (die Poche in Großschönau deutet darauf hin) in Konzentrat und dann aufgeschmolzen. Heute wird Magnetit genutzt für die Eisen- und Stahlerzeugung, Schwerbeton, Strahlenschutz, Farben, Datenspeicher, Elektrolysen, Halbleiterelektronik und weiteren Gebieten, auch bei der Krebstherapie und Esotherik. Seit knapp 100 Jahren wird im Stahlwerk Olberdorf ganz spezieller Guß hergestellt, die Rohstoffe sind Eisenmasseln z.B. aus Südafrika, Schrott sowie Zusätze.

Im Geo-Zentrum Schillerstraße 5a können schöne Kristalle aus Peru und dem Zillertal besichtigt werden, auch eine Großstufe mit Pyrit aus dem Kosovo.

Die Ausstellung mit über 10.000 Mineralen, Fossilen, Erzen , Edelsteinen besichtigen oder ein Vortrag mit praktischer Arbeit ist mit Anmeldung möglich: Tel. 03583 6996091 oder info@geo-zentrum-zittau.de.

Günter Küpper
Leiter Geo-Zentrum Zittau

Zittaus berühmter Geologe und Lehrer Dr. Curt Heinke errichtete ab 1929 ein Museum für Geologie und Mineralogie am Gymnasium, welches zu den bedeutendsten in Sachsen gehörte.

1932 barg er einen Mammutbaumstubben in der Tongrube Hartau und stellte diesen vor dem Gymnasium auf. Sein Werk und seine naturkundliche Arbeit, besonders die Volksbildung in der Region, sind uns Vorbild.

Seit 2015 betreut das Geo-Zentrum-Zittau restauratorisch dieses Naturdenkmal. Dafür wurden wir mit einem Preis des Kultusministeriums ausgezeichnet.

Die Fachgruppe Geologie – Mineralogie Zittau wurde 1982 durch Herrn Küpper gegründet. Viele Jahre war er als Fachgruppenleiter erfolgreich, was Dr. Grunewald bis zum 30. Gründungstag weiterführte.

Am 30.04.2005 vereinbarten der Leiter der SFZ und Herr Küpper die Zusammenarbeit, die grenzüberschreitend erweitert wurde mit polnischen und tschechischen Schulen in Porajow, Bogatynia, Chrastava und Liberec. Nach 7 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit orientierte sich das SFZ neu und das Geo-Zentrum Zittau führte die Arbeit, zunächst 2 Jahre ohne eigene Räume, erfolgreich weiter. Dies gelang auch dank der Unterstützung von Dr. Beer, Stadt Zittau. Über den Landrat Bernd Lange konnten dann Räume in der Zittauer Bildungsgesellschaft zur Verfügung gestellt werden.

Kontakt zu uns:

Geo Zentrum Zittau e.V.
Schillerstraße 5a
02763 Zittau
Tel.: 03583 6996091
Mobil: 0173 8080300